Zeit für gute Laune!

ein #pckphototalk mit @golden_freckles

 

Bunte Farben, kreative Zeichnungen und herzerwärmende Animationen – das sind die Werke von @golden_freckles, die wir euch heute vorstellen wollen! Wir haben ein bisschen mit ihr geplaudert und herausgefunden, wie sie auf ihre Ideen kommt und was sie inspiriert. Findet hier mehr über sie heraus und erfahrt, welches ihrer Bilder ihr auf unseren Pickmotion Produkten finden könnt!

 

Hi Nicole, es ist schön mit dir zu reden! Kannst du uns zuerst etwas über dich erzählen? Wer bist du, wo kommst du her, wo lebst du jetzt? Erzähle uns etwas über deinen persönlichen Hintergrund

Halli Hallo!
Ich heiße Nicole, bin in Deutschland geboren, lebe nach einem „Zwischenstopp“, den ich von 1997 bis 2006 in Dänemark verbracht habe, jetzt wieder mit meinem Sohn im schönen Mittelhessen.
Ich bin gelernte Kauffrau im Groß- und Außenhandel, habe aber schon sehr, sehr früh mit dem Zeichnen angefangen, da mein Opa, der selbst Maler und Bildhauer war, mich hier immer unterstützt und gefördert hat.

 

Was genau machst du beruflich? Wann hast du die Fotografie für dich entdeckt?

Ich habe tatsächlich als fest Angestellte in dem Betrieb gearbeitet, wo ich auch meine Ausbildung gemacht habe. Jedoch hat die Malerei schon immer einen großen Teil meines Lebens eingenommen, und ich habe daher 2015 ein Kleingewerbe angemeldet, da viele Menschen Freude an meinen Bildern hatten und ich sie dadurch auch verkaufen durfte.
2019 habe ich meinen Job gekündigt, um mir meinen Traum von der Selbstständigkeit zu erfüllen, denn ich wollte schon immer einfach nur Malen und damit mein eigenes Geld verdienen – wie mein Opa!!

Das Interesse an der Fotografie kam quasi nur als „Nebeneffekt“ hinzu: mein besonderer Stil – nämlich etwas zu zeichnen, um damit den realen Gegenstand (ein Bonbon, eine Blume, ein Stein, o.ä.) den ich vorher auf ein Blatt Papier lege, zu vervollständigen – liegt darin, genau dieses von oben zu fotografieren, sodass es ziemlich real aussieht und man es gerne anfassen möchte.

Dein Instagram Feed ist gefüllt mit lustigen und aufheiternden Bildern, das wohl auch oft den großen Augen zu verdanken ist. Du hast sogar den Hashtag #showmeyourgooglyeyes eingeführt. Was hat dich dazu bewegt?

Genau! Da kann man gut anknüpfen und hier spielt Instagram echt eine große Rolle, denn die o.g. Bilder poste ich da. Ich wollte aber nicht immer nur einfach schöne Bilder posten, sondern mal meine Follower ein bisschen mit einbeziehen und ihre eigene Kreativität kitzeln. Also kam mir 2017 die Idee zu der fortlaufenden Challenge #showmeyourgooglyeyes. Hier kann jeder mitmachen – einfach Wackelaugen irgendwo draufkleben und schon zaubert man jemand anderem und auch sich selbst ein Lächeln aufs Gesicht, oder?

Du scheinst nicht nur gerne Fotos zu schießen, sondern auch viele deiner Motive selbst zu gestalten! Wie findest du deine Ideen und wie hat sich dein Stil entwickelt?

Das ist eine ganz gute Frage! Ich kann darauf leider so gar keine klare Antwort geben. Meine Gehirn-Schubladen sind immer offen! Meine Ideen für die Bilder kommen echt aus dem Blauen raus. Ich folge da einfach meiner Intuition und sehe gleich und spontan, was ich zum Beispiel mit dem Gegenstand (Blume, Smarties…) malen könnte  –  ich sehe oder höre etwas und eine Assoziation steigt in mir auf. Im Sommer macht mir das mehr Spaß und da fühle ich mich auch viel kreativer, denn es ist einfach schön hell.

Meinen Stil könnte man als mini-minimalistisch bezeichnen. Geändert hat sich nicht viel in den Jahren, außer dass man sich mal ein neues Handy kauft (ich mache meine Fotos mit dem iPhone oder mit dem iPad und bearbeite in Lightroom oder mit Procreate) und die Fotos von Mal zu Mal halt qualitativ besser werden, weil ich jetzt mehr Wert auf ein gut ausgeleuchtetes Bild mit klareren Farben lege als früher zu Anfang, wo es einfach nur Spaß war. Jetzt verdiene ich ja mein Geld damit.

Du machst auch gerne kleine GIF-Animationen – was gefällt dir daran am meisten?

Hihi, ja – seit Herbst 2020 meine neue, alte große Liebe! Das wisst Ihr nicht, oder? Als ich 12 Jahre alt war, habe ich eine Mappe mit meinen selbst gemalten Bildern nach Amerika zu Walt Disney geschickt. Die kam leider nie da an, sondern nur ein „return to sender“.

Ich wollte immer gerne beim Zeichentrick arbeiten, und als ich noch in Dänemark lebte, war ich dort auf einer Schule für Illustration und Animation. Da habe ich den ganzen Prozess noch gelernt, so wie es früher üblich war – ich nenne das jetzt mal den Daumenkino-Stil: Man zeichnet jede einzelne Zeichnung auf Folie, malt die Rückseite aus. Eine Sekunde besteht aus 24 einzelnen Bildern!

Das kann ich jetzt ohne bei Disney zu arbeiten mit Procreate am iPad selbst machen – und es macht mir einfach Spaß, meine gemalten Bilder mit nur ein bis zwei kleinen Veränderungen zum Leben zu erwecken!
Und das Coole ist ja zudem auch noch, dass ich einen offiziellen Giphy-Account habe und dadurch alle meine GIFs auf der ganzen Welt in Social Media benutzt werden können. Sie kommen bei den Nutzern zum Glück auch gut an, obwohl es ja schon im Prinzip was anderes als meine Instagram-Bilder ist. Ich würde schon sagen, dass meine Kunst sehr abwechslungsreich und nicht so festgefahren auf ein Thema ist. Da ist für jeden was dabei.

 

 

Was inspiriert dich und wieso?

Meine Inspiration kommt von überall her: Bücher, Urlaub am Meer, spannende Menschen, Musik. Ich nehme viel wahr in der Natur und in der Welt, in der ich lebe.

(Normalerweise) reisen wir sehr gerne, sind mindestens ein bis zweimal im Monat im Kino und gehen auch gerne ins Museum. Kunst hat schon immer eine große Rolle gespielt. Aber es sind halt die einfachen Dinge, die mich inspirieren und auch einfache Bilder, die von mir entstehen. Es muss nicht immer alles komplex und kompliziert sein. Das kann ich auch, aber das wollen meine Follower auf Instagram glaube ich gar nicht sehen.

Mein Sohn inspiriert mich mit seiner kindlichen Kreativität – einfach machen, ohne beurteilt zu werden.

 

Magst du uns ein wenig von deinem kreativen Prozess erzählen? Wie lange sitzt du ungefähr an einem Bild?

Wenn mir ein Blitzgedanke bei einem gerade gepflückten Blümchen kommt, wird es daheim wirklich sofort auf ein weißes Blatt Papier gelegt und entweder gleich gemalt oder zumindest schonmal fotografiert. Dann geht es eigentlich ruckizucki schnell – hier wird nicht noch großartig mit Bleistift vorgezeichnet.

Eigentlich könnte man sogar sagen, dass das Fotografieren und das anschließende Bearbeiten länger dauert… Aber im Durchschnitt bin ich eine gute Stunde oder etwas länger damit beschäftigt – sollte man fast gar nicht meinen – ist aber so.

Wann und weshalb hast du angefangen, deine Bilder auf Instagram zu teilen?

Mein erstes Bild auf Instagram habe ich tatsächlich Ende 2012 geteilt. Es war ein Bild von meinem Sohn nach einer Krankenhaus-OP. Ich dachte echt, Insta sei sowas wie ein Fotoalbum und ich teile meine Fotos mit den Leuten, die ich kenne. Mir war nicht bewusst, dass es die ganze Welt sehen konnte! Also teilte ich erstmal munter Fotos aus dem Urlaub, von unserem Abendessen und Kinderbilder. Ich musste leider nach einiger Zeit feststellen, dass auch creepy Typen auf dieser Plattform unterwegs waren und ich wollte keine Bilder mehr von meinem Sohn teilen.

Ein kleines Krickelkrakelbild, das ich beim Telefonieren nebenbei gemalt hatte, war das 1. Bild, das von mir selbst stammte und es kam sogar besser an als alles andere, was ich vorher gepostet hatte! Also switchte ich um und begann, meine kleinen Kunstwerke zu fotografieren und auf Insta zu zeigen.

Als ich das erste Mal ein Bild in genau dem Stil postete, eine simple, mit schwarzem Fineliner gemalte Vase und eine echte Primel in dieser platziert, kam der Startschuss. Leider habe ich das Bild aus mir heute unerklärlichen Gründen nicht mehr im Feed, aber ich denke, ich habe es gelöscht, weil mir die Qualität bzw. die Dunkelheit des Fotos später nicht mehr gefallen hat. Heute kann man ja einfach Bilder archivieren – wusste ich damals gar nicht… das war 2015.

 

Hast du ein Lieblingsbild, das du mal geteilt hast? Kannst du uns die Geschichte dahinter erzählen?

Zu meinen Lieblingbildern gehören auf jeden Fall die kleinen hell-lila Veilchen, die ich im März 2016 gemalt und gepostet hatte – hier bekam nämlich, wenn ich mich recht entsinne – meinen 1. Auftrag bzw. meine erste Kooperation! Das war mit @moka_magazin, ein Büchermagazin, ansässig in Hamburg. Ich durfte ein Cover in meinem Stil gestalten – ich war sooo happy und mega stolz!

Ein Jahr später wurde mein Account als einer der 10 ungewöhnlichsten Insta Accounts in der Bravo vorgestellt. Sowas passiert auch nicht alle Tage, oder?

Was denkst du über deine IG-Community? Tauschst du dich viel mit ihnen aus und kriegst so vielleicht neue Ideen?

Ich habe meiner IG-Community, sprich meinen Followern, richtig viel zu verdanken und ich mag sie wirklich sehr. Ganz viele von meiner Anfangszeit sind immer noch dabei und irgendwie hat man dadurch das Gefühl, dass man sich in Echt wirklich auch schon so lange kennt – das ist schon verrückt! Manche hat man wirklich auch kennengelernt und man mag sich im wirklichen Leben, trifft sich, telefoniert, hält Kontakt und schmiedet Pläne für baldige Treffen. Das ist doch schön! Ich mag das sehr: diesen Austausch – nicht nur mit anderen Künstlern. Ich weiß, dass viele meiner Follower Mütter sind, so wie ich. Da kann man auch unter den Bildern mal ehrlich Frust ablassen oder nach neuen Kochrezepten fragen.

Natürlich arbeitet das Künstlerhirn immer, aber ich muss gestehen, dass ich nicht so gerne anderen mit einem ähnlichen Stil wie meinem folge, denn ich will nicht irgendwann unter meinem Bild lesen „Das habe ich schon so (ähnlich) bei XY gesehen, du Ideendiebin!“ Obwohl ich glaube, dass keiner das Rad neu erfunden hat….

Magst du uns einige deiner liebsten Instagrammer nennen, die dich inspirieren?

Inspo finde ich faktisch eher bei den Accounts, wo ich noch was lernen kann oder die etwas komplett anderes machen als ich – also eher Köche wie Jamie Oliver oder die Schauspielerin Elena Uhlig mit ihrem Stillen Örtchen.

Sollte ich jetzt andere Künstler nennen, so mag ich die „Makerin“ Lisa Bardot mit ihren Tutorials, Charly Clements, und Jesuso – du weißt genau welchen – finde ich mega sympathisch! Von Anfang an mochte ich aber immer schon richtig gerne Rachel Ryle mit ihren Stop Motion Animationen, so so so toll!!

 

Versendest du noch gerne Postkarten?

Ich muss ehrlich gesagt gestehen, dass ich nicht mehr so oft Postkarten verschicke – nur noch an Weihnachten, zu Geburtstagen oder aus dem Urlaub.

Aaaaber wenn ich meine Bilder an Kunden schicke, ist immer eine handgeschriebene Postkarte von mir mit dabei – darauf lege ich schon Wert. So ein bisschen Nostalgie und Retro geht ja doch noch immer ans Herz.

Kanntest du Pickmotion schon vor unserer Kooperation? Fall ja, wie bist du auf uns aufmerksam geworden?

Klar kannte ich euch schon vor unserer Kooperation von Instagram und habe eure Kartenständer und die tollen Karten schon im hiesigen Buchladen immer bewundert.

Ich war natürlich echt sowas von überrascht und hab mich gefreut wie ein Kleinkind als ich die erste Mail von Euch erhielt.
Und immer noch, wenn ich ganz plötzlich eine Mail von Euch in der Inbox habe, wo ihr schreibt, dass euch das und das Bild so gut gefällt und ihr mich fragt, ob ihr daraus eine neue Karte machen dürft – macht mein Herz einen Salto!

Möchtest du zum Abschluss noch eine kleine Story oder Anekdote mit uns teilen? Erzähle uns gerne was immer dir einfällt!

Ja, da fällt mir noch etwas Schönes ein, was mit mir und Euren Karten zusammenhängt: Ich bekomme wirklich aus der ganzen Welt Nachrichten von meinen Followern, die mir Fotos mit einer meiner Karten in der Hand schicken – sowas ist schon echt cool und macht mich richtig happy.

Und 2018, als ich Eure erste Gutschrift erhielt, habe ich wirklich spontan mit dem Geld den lang gehegten Traum meines Sohnes erfüllt und eine Woche London gebucht – Ich danke Euch <3

Viele schöne Motive von @golden_freckles gibt es beim lokalen Händler oder auch bei uns im Onlineshop zu entdecken! Das Postkarten-Set „Hello Sunshine“ sorgt mir warmen Farben und verspielten Motiven für gute Laune, während sich das Klappkarten-Set „Grüße mit Blümchen“ wunderbar zu herzlichen Glückwünschen allerlei Arten eignet!