Heute möchte ich euch den talentierten @frankseltmann vorstellen- ein Fotograf aus dem schönen Dresden. Er erzählt uns von seinem Trip nach Island zusammen mit Fotografenfreunden. Eine Geschichte von der Erinnerung und dem Blick in die Zukunft:

Wir hatten schon länger einen „Männer-Foto-Trip“ geplant, 2014 war es soweit und der Flieger hob ab Berlin gen Island ab. Wir sind vier Fotoamateure aus Dresden und schon seit ein paar Jahren miteinander befreundet.

Bereits im Vorfeld hatten wir per Google Maps ein paar Hot-Spots fest in unsere Tour eingeplant, allgemein wollten wir aber eher spontan den Süden Islands erkunden, uns von Wetter und Motiven leiten lassen. Insgesamt waren wir 8 Tage auf Island und haben in der Zeit wenig geschlafen und viel fotografiert.

Das Bild entstand auf der Ringstraße auf dem Weg zum Gletschersee Jökulsárlón und ist so ein Beispiel dafür,dass wir einfach auch rechts rangefahren sind, wenn wir ein schönes Motiv im Blick hatten. Dabei hatte ich das Auto mit den Bergen im Hintergrund gesehen und abgedrückt.

Nicht nur an diesem Tag, sondern an jedem anderen auf Island auch, fühlte ich mich euphorisiert und war begeistert von Island. Wohin man auch blickt, ging mir als Landschaftsfotograf das Herz auf. Besonders spannend waren auch die sich ständig wechselnden Wetter- und Lichtsituationen. Vor allem auch Nachts, da wir um die Mittsommerzeit da waren, es war also nie dunkel. Das Bild entstand an Tag 3, von Müdigkeit noch keine Spur.

Wenn ich heute die damals entstandenen Fotos betrachte, kommt Fernweh in mir auf und ich würde am liebsten gleich wieder in den Flieger nach Island steigen. Da wir vier Männer inzwischen alle Väter (ich vor Kurzem zum zweiten Mal) geworden sind,  wird das so schnell nicht passieren. Vielleicht in zwei bis drei Jahren, dann bekommt jeder meiner Freunde genau diese Karte mit der Aufforderung, erneut mit mir Island zu besuchen.

Das Foto ist sowohl Erinnerung als auch ein Blick in die Zukunft.
Allgemein kann ich zu Island noch sagen, dass es ist nicht nur ein wunderschönes Land mit atemberaubenden Landschaften ist, sondern dass auch die Isländer saucoole Typen sind. Jeder Isländer, den wir getroffen haben, war locker drauf und hat uns bereitwillig geholfen. Auf den Straßen geht es – anders als in Deutschland – entspannt zu und von Eile ist keine Spur zu sehen.

Die Zeit scheint still zu stehen, wenn man durch die von vulkanischem Gestein zerklüftete Landschaft läuft – genau der richtige Ort für eine Auszeit.

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