Wir sind die Schöpfer unseres eigenen Schicksals. Die Leute sagen, wenn man seiner Leidenschaft folgt, wird dies zum Ziel führen. Für viele von uns ist dies leichter gesagt als getan. Teresa, ein wundervolles Mitglied unserer Instagrammer-Community, zeigt: Es ist definitiv möglich! Wir freuen uns sehr, dass sie bereit war, ihre inspirierende Lebensreise mit uns zu teilen. Erfahrt, wie sie ihren eigenen Stil entwickelt, wie sich Instagram auf ihren Karriereweg ausgewirkt und wie sie ihre Zweifel überwunden hat, ihre größte Leidenschaft in ihren Job zu verwandeln!

Könnest du dich erst einmal kurz vorstellen, wer du bist, woher du kommst und wo du jetzt lebst? Ein bisschen von deinem persönlichen Hintergrund.

Ich bin ein 29 Jahre alte Fotografin und lebe in einem Dorf am Meer, namens Cascais (in der Nähe von Lissabon, Portugal). Ich habe mein ganzes Leben hier verbracht und würde es schwer haben jemals zu gehen. Es ist der perfekte sonnige Ort zwischen dem Trubel der Hauptstadt und der Ruhe des Naturparks Sintra-Cascais. Ich habe mein Studium der Multimedia-Kunst abgeschlossen und an der Fakultät für Bildende Künste Design und Neue Medien studiert. Mein Plan war es, Grafikdesignerin zu werden, und zwar für Benutzeroberflächen (User Interfaces), aber Instagram hatte letztendlich einen großen Einfluss auf meinen weiteren Karriereweg und ich kann sagen, dass ich heutzutage Fotografin bin. Fotografie ist eine Kunst, die ich dank meines Vaters immer geliebt habe, aber ich hätte nie gedacht, dass sie ein mögliches Berufsfeld für mich sein könnte, obwohl ich bereits während meines Bachelor-Studiums Fotografie für alle optionalen Kurse und jährlichen Projekte ausgewählt habe. Ich wusste damals noch nicht so recht, dass es eigentlich meine größte Leidenschaft war, denn ich konzentrierte mich hauptsächlich auf die Tatsache, dass es eher sehr schwierig war, professionelle Fotografin zu werden, vor allem in Portugal.

Wie hast du deine Karriere als Fotografin begonnen? Wie hat sich dein persönlicher Stil im Laufe der Jahre entwickelt?

Dank meiner Experimente mit mobiler Fotografie und kreativer Bearbeitung habe ich begonnen, auf Instagram Aufmerksamkeit zu erregen. Ich habe es nur zum Spaß gemacht, aber es war der Beginn meiner Karriere als Fotografin. PICKMOTION war tatsächlich eine der ersten Möglichkeiten, mit diesen Bildern Geld zu verdienen. Und weitere Marken haben nach und nach Kontakt aufgenommen, damit ich ihre Produkte auf diese kreative Weise fotografiere. Mein Stil entwickelte sich natürlich weiter und zu etwas anderem, als ich zu einer DSLR wechselte und mich immer mehr für den Bearbeitungsprozess interessierte – meine Kreativität begann sich mehr in dem Experimentieren und Arbeiten mit Farben auszudrücken, aber es kam natürlich weiterhin zu Kooperationen. Seit Anfang letzten Jahres, 2019, bin ich Vollzeitfotografin, arbeite weiterhin mit Marken für die Erstellung und Verbreitung von Inhalten, verkaufe Drucke meiner Arbeiten in limitierter Auflage, aber auch Presets und natürlich gemeinsam mit euch, wundervolle PICKMOTION Produkte!

Was inspiriert dich und warum?

Diese Frage ist sehr knifflig und kann zu einer oft unklaren Antwort führen. Inspiration ist heutzutage sehr leicht zu finden. Im Studium studierte und analysierte man die Arbeit renommierter Künstler, um Inspiration zu finden, zu entwickeln und auf die eigene, persönliche Arbeit anzuwenden. Heute kann man mit einem kurzen Scroll auf Instagram Bilder finden, die einen für den Tag oder sogar das ganze Jahr inspirieren. Mehr aber als bestimmte Künstler oder Themen, glaube ich, dass mich einzelne Bilder, die ich jeden Tag sehe, am meisten inspirieren – entweder von Künstlern oder nicht. Wenn man mich fragt, was mich beeinflusst, ist es anders. Vor allem Farben beeinflussen mich sehr, aber auch das Wetter an einem Shooting Tag, da dieses Auswirkungen hat, wie das Licht auf einer bestimmten Farbe reflektiert wird. Ich gehe zum Beispiel nicht raus, um an grauen und bewölkten Tagen zu fotografieren – ich brauche sonnenbeschienene Motive, um mein Ding machen zu können!

Deine Bilder sehen oft wie Gemälde aus – wie hast du diesen Stil entwickelt?

Mit der Zeit. Zeit ist oft das Wichtigste, was man seiner Arbeit geben kann. Ich war schon immer neugierig, wie Presets und Filter entwickelt werden, und wollte lernen, wie man ein Bild von Grund auf neu bearbeitet und welche visuellen Möglichkeiten es bietet. Ich habe viel Zeit in Lightroom verbracht, bis ich einen Punkt erreicht hatte, an dem ich fast 100% zufrieden war. Ich verwende keine Voreinstellungen in meinen eigenen Bildern, da ich jeden Satz einzeln bearbeite, weil ich glaube, dass ich auf diese Weise die besten Ergebnisse erhalte. Mein Bearbeitungsstil vermittelt oft ein subtiles, aber surreales Gefühl, dass etwas auf dem Bild nicht real ist, und das nur wegen der Farben – zunächst eiegntlich ungewollt, aber zum Glück verleiht es meinen Bildern eine malerische Qualität, die ich sehr genieße und von der ich immer wieder höre, dass andere dies auch so sehen.

Du bist viel für deine Bilder gereist, das ist sehr erstaunlich! Was wäre eines (oder einige) der beeindruckendsten oder inspirierendsten Dinge, die du auf diesen Reisen erlebt hast?

Wenn man mit einer Kamera reist, beobachtet man automatisch mehr die Menschen und Orte und man fängt an, besonders auf Details achten. Ich bin immer vom täglichen Leben inspiriert – ich denke da gerade an einen Moment, der mich in Budapest beeindruckt hat, als ich am frühen Morgen in einen Raum mit Thermalbädern ging, der eindeutig von Einheimischen und nicht von Touristen besetzt war, und dort eine einzigartige Stille erlebte, die diesen besonderen Ort füllte. Ich habe die Stille nie auf eine solche Weise wahrgenommen. Das ist es, was mir am meisten Spaß macht und was mich auf Reisen inspiriert – einen Moment oder eine Szene zu finden und zu erleben, die sich grundlegend von allem unterscheidet, was ich zu Hause erlebe.

Wie denkst du über die IG-Community, die du aufgebaut hast? Bist du oft mit anderen IG-ern in Kontakt?

Ich denke, die Community einer der Hauptgründe, warum ich weiterhin in der Lage bin, das zu tun, was ich liebe. Deshalb bin ich besonders dankbar dafür und froh, dass ich weiter wachsen kann. Ich verbinde mich hauptsächlich mit portugiesischen IG-Mitgliedern, aber ich liebe jede Instagram-Reise oder jedes Insta-Treffen. Dies sind die Leute, die meine Leidenschaft mehr als alle anderen verstehen, und es ist großartig, darüber zu sprechen und gemeinsam Fotoshootings zu machen.

Wie und warum hast du angefangen, Instagram als Plattform für die Präsentation deiner Kunstwerke zu nutzen?

Ich habe nicht viel darüber nachgedacht, als ich zu Instagram kam, also glaube ich nicht, dass es ein sehr starkes „Warum“ gibt. Es war eine interessante, neue Plattform zum Ausprobieren. Ich habe 2011 damit angefangen, die Arbeit anderer Leute zu finden und mich inspirieren zu lassen. Ich glaube, ich selbst habe erst 2012 mit dem Posten begonnen. Damals habe ich es als visuelles Tagebuch betrachtet – sofortige Momente meiner Tage, die visuell geteilt werden konnten. Alles begann von dort.

Hast du ein Lieblingsfoto, das du erstellt hast, und welche Geschichte steckt dahinter?

Mir kommt momentan kein bestimmtes Bild in den Sinn, aber eine Reihe von Bildern des La Muralla Roja, welches ich letztes Jahr besucht habe, stehen ganz oben auf meiner Favoritenliste. Hauptsächlich, weil es ein Ort war, welchen ich schon lange besuchen wollte und nun endlich dazu kam. Es fühlte sich ziemlich surreal an, dort zu „leben“, wenn auch nur für ein paar Tage. Ich hatte das ständige Wohlfühlgefühl, das man bekommt, wenn man aus einem schönen Traum aufwacht. Ich hatte weder Internet noch Fernsehen und war alleine, also ging es nur darum, den Ort zu genießen und ihn den ganzen Tag zu fotografieren. Ich würde sofort zurückkehren.

Könntest du uns zum Abschluss noch einige deiner persönlichen Instagram-Lieblingsaccounts nennen?

Dies ist auch eine schwierige Frage, da die Liste für immer weitergehen könnte. Ohne bestimmte Reihenfolge und nur weil dies die Namen sind, die mir gerade in den Sinn kommen: @the__marbles, @teklan, @xuebing_du, @peach.punk, @anassouaziz