Friseurin, Mutter, Samsung Snapshooter – @steffimarla aka Stefanie kam vergangene Woche zu uns ins schöne grüne Weissensee. Im Café Mirbach haben wir über ihre Kooperationen, den Beginn des Fotografierens und die Brandenburger Seenplatte gesprochen.

Vier Jahre ist das nun her seit Stefanie begann, mit dem Smartphone verschiedene Fotoapps auszuprobieren – schließlich blieb sie bei Instagram und EyeEm. Für ihren Instagram Account @steffimarla – eine Zusammensetzung aus ihrem eigenen und dem Namen ihrer Tochter – fotografiert sie fast täglich. Dabei legt Steffi wert auf “frische” Bilder – und meist lässt sie sich vom Gegensatz zwischen Stadt und Land, ihren Reisen (Barcelona, Amsterdam) oder den Jahreszeiten inspirieren. #latergrams benutzt sie hingegen wenige.

Eine große Fotoquelle stellt auch Steffis Heimat, die Brandenburger Seenplatte dar. Ich finde die Aufnahmen um Gransee und am Geronsee gehören zu den Highlights auf ihrer Galerie, weil sie die Schönheit der Jahreszeiten einfangen. Steffi hat den Luxus mindestens einmal im Monat in ihre Herkunftsregion zurückzukehren, mit der sie durch ihre Familie verwurzelt ist, obwohl sie seit 17 Jahren in Berlin lebt.

Das Hobby und der Ausgleich Fotografie stellt einen wichtigen Gegenpol zur Familie mit Mann und zwei Kindern dar – und ersetzt interessanterweise das Malen als älteres Hobby – “Bildbearbeitung ist für mich ähnlich wie Zeichnen,” sagt Stefanie. Ihren Stil, dem inzwischen 42k folgen, beschreibt sie als “Schöne Sachen, mädchenhafte, helle Fotos”. Und es stimmt, dass die meisten der Aufnahmen lichtdurchflutet sind, Gegenlicht als Stilmittel einsetzen und Anti-Düsternis vorherrscht.

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Auch einer ihrer unvergesslichsten Fotomomente hat mit Licht zu tun: Im Herbst in Brandenburg, auf einem Feld streifte Steffi erst durch einen tollen Nebel, bis plötzlich die Sonne den Schleier nach und nach vertrieben hat. In einem Schneesturm am Alexanderplatz konnte sie sehen wie eine graue Welt sich innerhalb einer Stunde in ein Wintermärchen verwandelt hat. Steffis großer Traum ist New York – aber erst mal wird sie viel Licht und weiße Kreidefelsen von ihrer Reise nach Rügen mitbringen.