Die Welt bereisen und für seinen Lebensunterhalt fantastische Bilder machen. Klingt großartig, nicht wahr? Für einige von uns ist es nur ein Traum, aber für unseren heutigen #pckphototalk-Gast @yantastic ist es Realität. Erfahrt mehr über Peter Yan, der für seine Landschafts- und Städtebilder die ganz Welt bereist.

Kannst du uns eine kleine Einführung geben, wer du bist wo du herkommst und wo du jetzt lebst?

Mein Name ist Peter Yan, ich bin ein in China geborener australischer Reisefotograf und künstlerischer Entrepreneur mit Sitz in Melbourne, Australien.

Was machst du beruflich? Und wie beeinflusst das deine Fotografie bzw. in welchem Zusammenhang steht es mit deiner Fotografie?

Ich habe das Glück, sagen zu können, dass ich meinen Lebensunterhalt mit dem verdiene was ich liebe. Als Fotograf habe ich mit einer langen Liste von Weltklasse-Marken wie DJI, MINI Cooper, Olympus, adobe, GQ, four seasons, Ritz-Carlton und dem Changi Airport gearbeitet. Meine Leidenschaft für Reisen ermöglichte es mir auch, mit einigen Tourismusbehörden wie San Francisco, Macao, der Türkei und Japan zusammenzuarbeiten. Geschichten durch Bilder zusammenzustellen, um Orte, die ich gerne erkundet habe, aufregend zu gestalten und darzustellen. Bis heute sind meine Kunstwerke in mehr als 30 Galerien weltweit ausgestellt worden und in Publikationen wie GQ, Condé Nast Traveller und Lonely Planet erschienen.

Wie hast du deine Fotokarriere begonnen? Und wie hat sie sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt?

Alles begann als Hobby. Um ehrlich zu sein, bin ich erst vor ein paar Jahren zur Fotografie gekommen. Ich war eher ein Geek und habe mich für Dinge wie Technik und Computerspiele interessiert.

Als ich 2011 zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten reiste, kaufte ich eine neue Nikon-Kamera und dachte mir, ich könnte versuchen ein paar gute Fotos zu machen (statt nur mein Telefon zu benutzen). Überraschenderweise erhielt ich eine Menge großartiges Feedback zu den Fotos, die ich auf der Reise gemacht hatte und da wurde mir klar, dass ich vielleicht etwas Außergewöhnliches zu bieten habe.

Aber es war Ende 2017 als die Dinge wirklich in Schwung kamen. Ich kaufte mir eine Drohne und begann damit, Luftbilder auf meinem Instagram-Account @yantastic zu posten. Von da an, begann ich ziemlich schnell viele Anhänger zu gewinnen. Es dauerte nur wenige Monate, bis ich 10k Follower erreichte und im Januar 2019 erreichte ich den 100k-Meilenstein. In den letzten zweieinhalb Jahren habe ich weiterhin Vollzeit in meinem normalen Job gearbeitet, aber auch jeden Tag fotografiert, bearbeitet, neue fotografische Fähigkeiten auf Youtube gelernt und mich nach der Arbeit in sozialen Medien engagiert. Jetzt bin ich bei 210k Followern. Obwohl ich weiß, dass es nur eine Zahl ist, bin ich stolz darauf sie erreicht zu haben. Da ich weiß, dass es harte Arbeit und viel Hingabe war dieses Ziel zu realisieren.

Heute bin ich ein gefragter Creator für visueller Inhalte. Obwohl ich in Melbourne ansässig bin, bleibe ich selten an einem Ort und suche ständig nach neuen Erfahrungen.

Was hälst du von der IG-Fanbasis / Community, die du aufgebaut hast? Stehst du oft mit anderen IGern in Verbindung?

Ich persönlich denke, dass die Instagram-Community im Vergleich zu anderen Social-Media-Plattformen viel netter und freundlicher ist. Ich habe eine große Wertschätzung für jeden der vorbeikommt und ich versuche immer auf jeden einzelnen Kommentar zu antworten.

Du bist für deine Bilder um die halbe Welt gereist, es ist sehr erstaunlich! Was wäre eines (oder einige) der beeindruckendsten oder inspirierendsten Dinge, denen du auf diesen Reisen begegnet bist?

Ich liebe es, meinen Geburtstag jedes Jahr in einem anderen Land zu verbringen. Deshalb wollte ich ihn vor einigen Jahren in Norwegen feiern, weil ich schon immer die Lofoten besuchen wollte. Ich erinnere mich, dass ich meinem Freund scherzhaft sagte, dass es mein Geburtstagswunsch sei, Rentiere und Nordlichter gleichzeitig zu sehen. Wir haben beide gelacht, weil wir wussten, dass es unmöglich sein würde. Am Vorabend meines Geburtstags übernachteten wir zufällig in einem Hotel (mit Last-Minute-Buchung), das einer samischen Familie gehört, die hinten im Garten etwa 100 Rentiere hatte. Wie ihr euch schon denken könnt, ging mein Wunsch in dieser Nacht in Erfüllung. Ich durfte das epischste Nordlicht meines Lebens mit den süßesten Rentieren an meiner Seite erleben. Ein magischer Moment, den ich nie vergessen werde.

Wenn du auf eine Reise gehst, was sind für dich die wichtigsten Dinge, die du einpacken musst? Worauf kannst du bei einer Reise nicht verzichten?

Dinge, die man in meinem Rucksack findet, wenn ich reise:

Meine Olympus-Kameras (zwei), normalerweise mit drei Objektiven. Die DJI Mavic 2 Pro-Drohne mit mehreren Batterien. Stromspeicher. Reisepass. Luftkapseln. Mein neues 16-Zoll-Macbook Pro. Mehrere SD-Speicherkarten und SSD-Speicher für die Bearbeitung. Verschiedene Adapter und Ladekabel.
In meinem Gepäck habe ich immer ein Paar Badehosen dabei, egal wo das Ziel liegt, denn man weiß nie, wann man sie braucht.
Ich kann nicht ohne mein Smartphone (normalerweise iPhone) leben, weil ich mein Geschäft damit betreibe.

Du hast eine sehr spezifische Verwendung von Farben, viel Teal und Orange. Wie hast du dich dafür entschieden oder was zieht dich daran so sehr an?

Wie die meisten Jungen habe ich als Kind immer himmelblau geliebt. Die Fotografie hat mich gelehrt den perfekten Sonnenuntergängen hinterherzujagen und jedes Mal wenn ich Orange sehe, erinnert es mich an die Sonne und ich fühle mich darin warm und glücklich. Außerdem stehen sich Orange und blaugrün auf dem Farbkreis gegenüber, so dass sie sich nicht nur gegenseitig ergänzen und einen Kontrast schaffen, sondern auch die Aufmerksamkeit der Betrachter auf sich ziehen. Vielleicht war ich auch deshalb so fasziniert von ihnen.