Wenn man sich all die perfekten Bilder auf Instagram anschaut mit Retrofiltern, fancy Klamotten, besonders schönen Bildausschnitten und anschließend seine Umgebung betrachtet mit Pizzakartons auf dem Boden, Klamotten auf dem Stuhl und Schlumperhose für zuhause, dann fühlt man sich genau wie das Gegenteil von perfekt. Es kommt einem vor als wäre das eigene Leben irgendwie hässlich und langweilig. Eine Studie besagt, dass Social Media gar unglücklich machen soll, da man permanent dem Vergleichungswahn ausgeliefert ist.

Doch warum liegt die Realität so weit entfernt von der Darstellung im Web? Sind wir alle Arschlöcher und wollen, dass andere sich schlecht fühlen?

Die Antwort darauf dürfte im Einzelfall variieren, aber im Grund genommen, sind wir das nicht. Wir wollen uns nur von der besten Seite darstellen, denn kaum jemand wird ein Bild posten von dem gescheiterten Bewerbungsgespräch, dass man gerade hatte oder seinen besonders dunklen Augenringen die man versucht zu überschminken, weil der Rasenmäher einen 5 Uhr morgens geweckt hat. Lieber postet man den einzigen Urlaub, den man sich nach zwei Jahren harter Arbeit und Überstunden mal gegönnt hat und schreibt gleich in seine Profilbeschreibung, dass man gerne reist. Ja reisen, das tun wir doch alle gerne.

Die Kampagne Ditch the label möchte allen Social-Media-Nutzern vor Augen führen, dass Bilder nicht immer die Realität darstellen. Erkennt ihr euch vielleicht selbst wieder in dem Video oder Freunde und Bekannte?

Selbst wenn wir anfangen würden, Bilder zu posten, welche unseren Alltag besser wieder spiegeln, würde es wahrscheinlich keinen Menschen interessieren, dass wir gerade unsere Waschmaschine auf 40 Grad Celsius Normalwäsche gestellt haben und zweitens würde es auch nicht funktionieren, da die Realität mehr ist als nur ein quadratischer Ausschnitt.

Das einzige was wir tun können ist: uns selbst zu lieben, sich selbst nicht immer so ernst zu nehmen und vielleicht mal ein Bild ohne Filter zu posten.

Diese Instagrammer zeigen wie’s geht:

@celestebarber stellt Bilder von Stars aus Social Media mit einem Augenzwinkern nach.

Man bemerkt bei ihren Bildern, wie unnatürlich das Posing des Ausgangsfotos eigentlich wirkt.

Der Account @the.real.moms.of.insta zeigt, dass es nicht immer ganz rosig ist Mama oder Papa zu sein. Dafür manchmal aber auch ziemlich lustig.

Manchmal gleitet einem alles im Leben aus den Händen… selbst wenn man zu zweit ist.

Was man nicht alles für den Partner tut, ja vorallem wenn man das perfekte Instagrambild machen soll. Da muss voller Körpereinsatz her! @boyfriends_of_insta zeigt das Behind-the-scenes of Instagramfotos.

Hier muss leider auch noch der Singlefreund herhalten.

Wem das alles immernoch zu viel Fake statt Reality ist, der sollte einfach mal sein Smartphone abschalten und seine Realität ungefiltert genießen.