Freude an knalligen Farben!

ein Phototalk mit @tomwindeknecht

Farbenfrohe Bilder, außergewöhnliche Motive und kreative Stop-Motion-Animationen! Das alles gibt es im Instagram-Feed des Fotografen @tomwindeknecht zu entdecken und wir sind verliebt! Aus diesem Grund wollten wir uns ein Gespräch mit ihm nicht entgehen lassen. In diesem Interview könnt ihr erfahren, wie Tom zur Fotografie gekommen ist, was ihn dazu inspiriert, solch lebendige Bilder zu erschaffen und welches seiner Fotos auf einer unserer Postkarten verewigt wurde!

 

Hi Tom, es ist schön mit dir zu reden! Magst du uns zuerst etwas über dich erzählen? Wer bist du, wo kommst du her, wo lebst du jetzt? Erzähle uns ein bisschen über deinen persönlichen Hintergrund!

Hi! Ich heiße Tom Windeknecht, Ich wurde in Missouri geboren, aber habe die meiste Zeit meines Lebens im Westen der Vereinigten Staaten, nämlich in Arizona, New Mexico und Kalifornien, verbracht. Jetzt lebe ich mit meiner Frau in Yucca Valley, Kalifornien, in der Nähe des Joshua-Tree-Nationalparks. Ich bin Fotograf, Content Creator und Stop-Motion-Animator. Seit 2016 mache ich Content für verschiedene Marken auf Instagram und poste seit 2013 für mich unter dem Usernamen @TomWindeknecht.

Was genau machst du beruflich? Wann hast du mit Fotografie begonnen?

Ich arbeite hauptberuflich in einer Marketing-Abteilung – und den Rest meiner Zeit verbringe ich mit Fotografie und Content Creation. Ich war schon als Kind fasziniert von Kameras. Als ich aufgewachsen bin, hatte meine Familie immer eine Kamera für Ausflüge oder Familienfeiern mitgenommen. In der Schule besuchte ich einen Kurs zur Filmfotografie und lernte, meinen eigenen Film zu entwickeln. So richtig ernst habe ich die Fotografie aber erst 2006 genommen, als ich mir meine erste eigene Spiegelreflexkamera gekauft habe. Zuerst war es ein Hobby, bis ich 2012 versucht habe daraus ein Nebengeschäft zu machen.

Deine Bilder sind sehr lebendig und bunt und haben dennoch einen minimalistischen Touch. Wie hast du diesen Stil entwickelt? Sind Pink und Blau zufällig deine Lieblingsfarben?

Ich bin schon lange großer Fan von minimalistischer Fotografie. Ich liebe die Einfachheit dahinter! Daher schien es mir ganz natürlich, diesen Stil auch in meine Arbeit zu implementieren. Die Farben fingen an, kurz nachdem ich bei Instagram eingestiegen war. Ich habe schnell die farbenfrohe und minimalistischen Communities und andere User auf Instagram gefunden, die diesen Stil genutzt haben. Die Farben haben mich wirklich beeindruckt und inspiriert! Also fing ich an, einige Farben in der Fotobearbeitung einzuarbeiten und stellte fest, dass ich viel mehr Likes und Kommentare auf meine Fotos bekam, wenn ich Pink und Blau verwendete. Also habe ich angefangen mehr Farben zu nutzen (haha!). Mir gefällt die Kombination aus Pink und Blau wirklich sehr. Sie erinnern mich an die Zeit, in den 80ern aufgewachsen zu sein. Persönlich ist Türkisblau meine Lieblingsfarbe!

Was inspiriert dich und weshalb?

Ich lasse mich von verschiedenen Quellen inspirieren. Kunst im Allgemeinen ist eine Inspiration. Meine Frau und ich gehen gerne zusammen in Kunstmuseen. Sie ist Künstlerin, also schätzen wir beide die Schönheit in Kunst und Design sehr. Ich werde auch von der Natur und vom Aufenthalt im Freien inspiriert. Ich wohne in einer Wüste und um mich herum gibt es viele Wanderwege. Ich spaziere gerne draußen – das hilft mir zu denken, meinen Kopf freizubekommen und auf neue Ideen zu kommen. Ich lasse mich außerdem immer wieder von anderen Usern auf Instagram inspirieren. Es gibt so viele interessante Menschen da draußen, die tollen Content machen, sei es Fotografie, Video, Grafikdesign, Stop-Motion, etc.

Magst du uns ein bisschen von deinem Arbeitsverlauf erzählen? Wie kommst du auf die Ideen und wie bearbeitest du deine Bilder? Planst du vorher viel oder magst du es lieber, Fotos spontan aufzunehmen?

Mein Arbeitsprozess fängt normalerweise mit einer Idee an. Manchmal sehe ich etwas im echten Leben, das mich zum Nachdenken anregt oder eine Idee ploppt in meinem Kopf auf, welche sich zu einem Konzept entwickelt. Wenn ich mit einer Marke arbeite, brainstorme ich erstmal nach Ideen und skizziere sie schnell auf Papier. Ich versuche mir einige Ideen zu überlegen, um sie dann etwas einzugrenzen. Die Kreativität kommt aber nicht immer sofort. Manchmal kommen die Ideen ganz schnell und wie von selber, manchmal muss ich sie aus meinem Gehirn ziehen. Also gibt es auch Zeiten, an denen ich nicht zu viel planen muss, aber wiederum auch Zeiten, an denen ich sehr viel im Vorhinein planen muss. Letztendlich bevorzuge ich die spontane Arbeit und Kreativität … aber das funktioniert nicht immer (lacht).

Wenn ich meine Fotos bearbeite, fange ich normalerweise mit einer Vorstellung in meinem Kopf an, wie ich das Bild gerne hätte. Es passiert aber sehr oft, dass meine erste Idee sehr viel verändert und mit neuer Kreativität gefüllt wird.

Dein Instagram Feed ist auch gefüllt mit super coolen Stop-Motion-Videos! Was gefällt dir an dieser Art von Videos besonders?

Ja, ich liebe es die Stop-Motion-Videos zu drehen! Ich persönlich habe dabei das Gefühl, dass sie dabei ein Eigenleben entwickeln. So kannst du nämlich einem leblosen Objekt eine Persönlichkeit verleihen oder etwas Gewöhnliches zum Leben erwecken. Es benötigt viel Arbeit und sorgfältige Planung zum Erstellen, aber das Endergebnis ist es wert. Ich bin damit aufgewachsen, Knetanimationen und Stop-Motion-Filme und Fernsehshows zu sehen. Als ich gelernt habe, wie diese gemacht werden, war ich fasziniert davon, dass jede einzelne kleine Bewegung ein Bild ist – und dann werden all diese Bilder zusammengesetzt, um eine Animation zu erstellen. Das hat mich umgehauen!

Wann und weshalb hast du damit angefangen, Instagram als Plattform zum Teilen deiner Fotografien zu benutzen?

Als Instagram herauskam, gab es die App nur für iOS (Apple) Geräte. Ich habe schon immer Android Handys benutzt, also konnte ich die App noch nicht verwenden. Instagram wurde dann Ende 2012 (oder Anfang 2013) endlich auch als Android-Version veröffentlicht und ein Freund von mir hat mich dazu ermutigt, mir die App mal anzusehen. Er wusste, wie sehr ich Fotografie liebte. Am Anfang hatte ich einfach nur Spaß daran meine Bilder zu teilen und die Werke anderer zu sehen. Ich empfand das Gefühl einer Gemeinschaft und Unterstützung für andere. Erst 2015 oder 2016 habe ich gesehen, wie die ersten Leute mit Marken arbeiteten – und wie der Begriff „Content Creator“ genutzt wurde. Ich wusste, dass ich gerne Teil davon sein möchte, also begann ich mir Studiobeleuchtung und Hintergründe zu kaufen und habe damit angefangen, meinen eigenen Content zu kreieren.

Hast du ein Lieblingsbild, das du geteilt hast? Kannst du uns die Geschichte dahinter erzählen?

Ich habe einige Lieblinge, aber eines meiner Favoriten ist vermutlich mein Vintage-Schild auf pinkem Hintergrund. Ich bin ein Fan von Retro- und Vintage-Schildern. Ich habe damals ein altes Schild im Googie-Stil in San Bernardino, Kalifornien, entdeckt. Es war ein Schild einer alten Firma für Fenster und Gläser. Ich habe ein Bild davon gemacht und es dann auf einen pinken Hintergrund platziert. Das Bild ist schon seit 2014 in meinem Instagram-Feed zu sehen und wurde mittlerweile schon gedruckt, als Druck verkauft und auf Blogs geteilt.

Was denkst du über deine IG-Community, die du über die Jahre aufgebaut hast? Wir haben gesehen, dass du schon einige tolle Kooperationen hattest! Konntest du dich über Instagram mit ihnen in Verbindung setzen?

Ich liebe meine IG-Community! Ich habe einige großartige Freunde machen können, sowohl online als auch offline. So viele aufmerksame, lustige und unterstützende Menschen haben mich schon auf meinem Weg begleitet. Darunter sind sogar einige Leute, die schon seit Anfang an dabei sind!

Die Kooperationen haben etwa 2016 auf Instagram angefangen. Am Anfang habe ich mich an Marken gewendet, die ich mochte, um zu sehen, ob sie Interesse an einer Zusammenarbeit hätten. Manchmal erhielt ich Angebote, manchmal lehnten sie ab. Es hat aber gar nicht so lange gedauert, bis sich einige Marken bei mir gemeldet haben. Ab diesem Moment wusste ich, dass daraus etwas Großes werden könnte. Ich habe großes Glück, dass ich so viele Gelegenheiten hatte mit tollen Marken (sowohl große als auch kleine) zu arbeiten. Meine beste Kooperation aller Zeiten war die mit Google. Ich bin seit 2017 ein #teampixel Botschafter der Google Pixel Handys. Das war wortwörtlich eine lebensverändernde Erfahrung!

Kannst du uns einige deiner liebsten Instagrammer, die dich inspirieren, nennen?

Einige meiner liebsten Instagrammer, die mich inspirieren, sind Lizzie Darden (@lizzie_darden), Demas Rusli (@demas), Meredith Foley (@meredith_foley), Ivan Wong (@ivvnwong), Erin Summer (@erinsummer_), Leslie Schneider (@splendid_rags) und Andrew Kuttler (@andrewkuttler).

Hast du irgendwelche coolen Pläne für die Zukunft, die du mit uns teilen möchtest?

Ja, ich bereite mich gerade darauf vor, einige Drucke in einem Geschäft in Palm Springs, Kalifornien, zu verkaufen. Ich bin super aufgeregt deswegen! Ich habe außerdem vor in Zukunft noch mehr Animationen zu machen. Und ich habe neulich angefangen auf einem neuen Instagram Account meine (nicht-ganz-so-bunten) Fotografien zu posten. Dort gibt es Bilder von meinen Reisen und der Wüsten-Gegend, in der ich wohne, zu sehen. Ihr könnt euch die Bilder auf @nothingsunknown ansehen.

Magst du es, Postkarten zu verschicken und zu erhalten?

Ja, das tue ich! Für mich sind Postkarten nostalgisch. Wenn meine Eltern mit mir und meiner Schwester auf Reisen gingen, habe ich mir immer gerne die Postkarten in Souvenirläden angesehen. Ich mochte es, die Bilder und lustigen Designs zu sehen!

Kanntest du Pickmotion schon vor unserer Kooperation? Falls ja, wie hast du uns entdeckt?

Ich glaube nicht. Aber nachdem ich gesehen habe, mit wem ihr schon zusammengearbeitet habt, habe ich erst gemerkt, wie viele eurer Motive ich schon gesehen habe!

Möchtest du zum Abschluss noch eine kleine Anekdote oder Geschichte mit uns teilen? Du kannst uns gerne erzählen, was immer dir einfällt!

Das Foto, mit dem wir unsere Kooperation gestartet haben, hat eine lustige Geschichte! Ich bin damals bei den Dinosaurier Statuen angehalten, um sie mir anzusehen und zu fotografieren. Ich habe immer gedacht, dass der T-Rex-Dinosaurier so aussieht, als würde er etwas in seinen winzigen Händen halten. Ich behielt also das Foto und hatte schon Pläne es zu posten. Als Instagram noch das Weekend-Hashtag-Projekt (WHP) machte, haben sie ein WHP mit dem Motto „Liebe“ vorgegeben. Ich erinnerte mich an das Foto, also nahm ich mir etwas rotes Bastelpapier und habe eine Herzform ausgeschnitten. Dann habe ich ein Foto von dem Herzen gemacht und das Papierherz in die Hände des T-Rex mit Photoshop eingefügt. Ich habe noch einen kleinen Schatten eingefügt, der dem natürlichen Schatten des rechten Arms entsprach und voila!

Das Motiv „Big Hug“ von Tom Windeknecht gibt es auf einer unserer PICKMOTION Postkarten zu entdecken! Schau dich in einem Store in deiner Nähe um, oder kauf die Karte in einem Set in unserem Onlineshop!