Sie ist kaum mehr wegzudenken und überall zu finden. Auch wenn sie in Zeiten der digitalen Kommunikation vielleicht etwas weniger versandt wird als früher, bleibt sie doch ein besonderer Dauerbrenner für schöne Erinnerungen und persönliche Botschaften. Was kommt euch als Erstes in den Sinn, wenn ihr an Postkarten denkt? Urlaubsgrüße von der Familie, lustige Sprüche aus dem Buchladen oder das Souvenir eures letzten Städtetrips? Doch wo kommt die Idee der Postkarte eigentlich her und sah sie schon immer so aus wie heute?

Postkarten begegnen uns in den unterschiedlichsten Formen und Farben. Ob mit klassischen Reisemotiven oder ausgefallenen Illustrationen und Sprüchen – die Kärtchen sind so vielfältig wie ihre Wege zu uns und wie die Menschen, von denen wir sie bekommen. Eines haben die Karten dabei aber immer gemeinsam: Sie lösen ein bestimmtes Gefühl in uns aus. Und das schon seit vielen Jahren.

Die ersten Vorläufer der Postkarte könnte man bereits schon ins 15. Jahrhundert datieren, auch wenn sie damals noch nicht viel mit der heutigen Postkarte gemein hatten. In dieser Zeit gab es kleine Karten mit christlichen Motiven, welche man sich mit gesprochenen Glückwünschen zum Neujahrstag überreichte, denn nicht jeder war des Schreibens mächtig. An das Versenden solcher Karten war damals noch nicht zu denken.

Quelle: Wikimedia

Im 18. Jahrhundert entstand in Frankreich bei Adel und Bürgertum die Sitte, Visitenkarten auszutauschen, welche mit der Zeit auch mehr und mehr mit Bildschmuck versehen wurden, während sich in England der Brauch entwickelte, zum Valentinstag vorgedruckte Karten mit Illustrationen und besonderen Prägungen an die Herzensdame zu überreichen.

Einige Zeit später, im 19. Jahrhundert begann in Deutschland ein allgemeiner Brauch, sich mit kleinen Bildgaben und so genannten “Schmuckkärtchen” Freundschaft und Zuneigung zu versichern. Klingt ja schon fast nach unseren PICKMOTION Karten, auch wenn es noch etwas zu früh dafür ist. Die Postkarte selbst gab es noch nicht, aber die Verwendung von Bildern und Illustrationen fand mehr und mehr Einzug in den Schriftverkehr. Erste örtliche Verlage in Bade- und Reiseorten begannen Briefbögen mit Ortsansichten zu verkaufen.

Quelle: PrintRunner

Die erste richtige Postkarte wurde bereits 1840 von dem Schriftsteller Theodore Hook in Fulham (London) an sich selbst versandt. Vermutlich war dies eher als kleine Belustigung gedacht, da die Karte eine Karikatur der Postbeamten zeigte.

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Die Idee der Postkarte, wenn auch zu der Zeit noch unter anderen Bezeichnungen, verbreitete sich dann in den 1860er Jahren. Zunächst in den USA (hier wurde bereits 1861 ein Gesetz verabschiedet, das erlaubte, privat gedruckte Karten, bei einem Gewicht von unter einer Unze, mit der Post zu verschicken) und dann etwas später auch im deutschsprachigen Raum, wo als Vorstufe zur Postkarte die Drucksachenkarte eingefürt wurde – sie war nur für gedruckte Texte zugelassen (Anzeigen, Geschäfts-Avise, Preis-Courante), wurde amtlich “offene Karte” genannt und außer der Angabe des Empfängers, des Absenders und des Datums sowie der Unterschrift waren keine handgeschriebenen Zusätze erlaubt. Am 1. Oktober 1869 wurde dann zum ersten Mal postamtlich die “Correspondenzkarte” in Österreich-Ungarn eingeführt, in Deutschland kam sie im Jahre 1870 auf den Markt. Ihren heute noch bestehenden Namen bekam die Postkarte 1872 – zu dieser Zeit konnte sie nur national oder in angrenzende Verbundsstaaten versandt werden. Drei Jahre später wird sie dann auch für den internationalen Versand zugelassen. Die Geburtsstunde für den internationalen Erfolg der Postkarte.

Mehr als 30 Jahre war die Vorderseite der Postkarte für die Adresse und die Rückseite für Text oder Bild vorgesehen. Erst 1905 fand die Karte zu ihrer heutigen Anordnung der Elemente mit Text und Adresse auf der Rückseite.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich dann auch eine unglaubliche Formen- und Materialvielfalt, wobei das heute bekannte Standardformat für Postkarten von 14,8 x 10,5 cm am 1.Oktober 1927 eingeführt wurde. Heute gibt es Postkarten mit gezackten Rändern bis zum Herzformat und vom Querformat bis zum 360 Grad Panoramaformat jede nur erdenkliche Formgebung und auch beim Material wurde schon so manches Experiment betrieben.

Quelle: suck.uk

Ihre besten Zeiten erlebte die Postkarte zwischen 1885 und dem Ende des Ersten Weltkrieges 1918. In diesem Zeitraum wurden jährlich Milliarden Postkarten verschickt. Heutige Zahlen bewegen sich laut der Deutschen Post im dreistelligen Millionenbereich, ein Drittel davon werden in den Sommermonaten verschickt. Die Versandzahlen verdeutlichen zum einen, dass Postkarten nach wie vor sehr beliebt sind, und zum anderen, dass sie für die meisten Menschen trotz der steigenden Digitalisierung noch immer zum Urlaub dazugehören.

Aber nicht nur der klassische Urlaubsgruß kann mit den Karten versandt werden. Schon damals, als die Postkarte Einzug ins Privatleben gehalten hatte, entwickelten sich schnell spezielle Karten für festliche Anlässe. Von Hochzeitskarten bis Geburtstagskarten, von Weihnachtskarten bis hin zu Trauerkarten und allgemeinen Glückwunschkarten, die es heute für jeden nur erdenklichen Anlass gibt. Und schließlich entstand daraus auch die festlichere Variante der Doppelkarte (oder Klappkarte), die wie ein Brief im Umschlag verschickt wird.

Und so kommen wir zu uns und unseren PICKMOTION Postkarten: fantastische Fotografie, gute Vibes für die kleinen, besonderen Momente im Leben und ein druckfrisches, gutes Gefühl in den Händen, um euch selbst und euren Liebsten eine Freude zu bereiten – ganz ähnlich den “Schmuckkärtchen” zu Beginn des 19. Jahrhunderts, nur eben 200 Jahre später.